Wenn der Biergarten ruft – und die Zahnbürste zuhause wartet.
Die Kastanien stehen in voller Blüte, die ersten Feierabendgetränke werden draußen genossen. Irgendwo zwischen Augsburg und Kaufbeuren erwacht die Biergartensaison wieder aus dem Winterschlaf und kommt auf Betriebstemperatur. Untermeitingen und die ganze Region sind nun mal Biergarten-Gebiet – und das ist gut so. Wirklich.
Aber bevor wir uns zurücklehnen und anstoßen: Ein kurzer Blick unter die Zahnoberfläche lohnt sich. Denn Apfelschorle, Weinschorle und Bier – die Klassiker des geselligen Abends – sind leider allesamt saure Gesellen und das hat Auswirkungen auf den Zahnschmelz.
Was das für die Zahngesundheit bedeutet?
Säurehaltige Getränke greifen den Zahnschmelz an – und zwar direkt. Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers, aber er kann sich nicht selbst regenerieren. Wenn also Säuren, wie sie in Bier (pH-Wert ca. 4) oder Schorlen vorkommen, wiederholt und über einen längeren Zeitraum auf die Zähne treffen, beginnt ein schleichender Prozess: Die Oberfläche wird rauer, empfindlicher, anfälliger für Karies und Verfärbungen. Zahnmediziner nennen das Säureerosion.
Das klingt zuerst einmal etwas dramatischer, als es im Alltag ist. Denn wer gesellige Abende im Biergarten mit ein paar einfachen Gewohnheiten verbindet, ist gut geschützt:
Unsere 5 Tipps für den zahnfreundlichen Feierabend:
- Wasser zwischendurch – Ein Glas Leitungswasser zwischen mehreren säurehaltigen Getränken, spült diese weg und puffert den pH-Wert im Mund.
- Die Zähne nicht sofort putzen – Das klingt kontraintuitiv, aber direkt nach dem Konsum von säurehaltigen Getränken ist der Zahnschmelz kurzzeitig weicher. Besser also: 30 Minuten warten, dann putzen.
- Strohhalm als kleiner Trick – Bei sauren Kaltgetränken reduziert ein Strohhalm den direkten Kontakt mit den Zahnflächen.
- Käse zum Ausklang – Ein kleines Stück Käse am Ende des Abends neutralisiert die Säuren und stärkt den Schmelz durch Calcium. Klingt nach Ausrede für die Käseplatte – ist aber echte Zahnmedizin.
- Regelmäßige Kontrolle – Wer seinen Zähnen zweimal im Jahr einen Kontrollbesuch gönnt, kann frühzeitig erkennen, wenn der Schmelz Pflege braucht.
Kurz gesagt:
Biergartensaison und Mundgesundheit schließen sich nicht aus. Es braucht kein schlechtes Gewissen beim Anstoßen – nur ein Bewusstsein für das, was danach kommt.
Prost. Und bis zum nächsten Termin bei uns in Untermeitingen.